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Das Spiel des Jahres

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 6 September 2009

Blog über den 3:1-Triumph über die Färöer Inseln und die verbleibenden Chancen auf die WM-Qualifikation

“Der Standard” betitelte es als das “Spiel des Jahres”. Die Spieler sahen einem “Spiel der etwas anderen Art” entgegen und Teamchef Constantini warnte vor “sehr gefährlichen Färöern”. Ob es an der spielerischen Brillanz der Österreicher oder doch etwa nur an dem frühen Führungstor lag, dass die Färinger an diesem Tag nicht so gefährlich wie erwartet waren, bleibt ein offenes Geheimnis, das jeder für sich selbst möglichst schlüssig beantworten sollte.

Jedensfalls waren gerade einmal 49 Sekunden gespielt als Jakob Jantscher - obwohl ein waschechter Österreicher, einer von 3 “Schwoazn” im österreichischen Mittelfeld - eine Flanke ideal auf Stefan Maierhofers Kopf bugsierte. Der 2,02 Mann ließ sich diese Chance nicht entgehen, netzte zum 1:0 und lud wenig später seinen Kumpel Marc Janko auf seine Schultern. Obwohl zu diesem Zeitpunkt ein großer Druck auf Maierhofers Schultern lasstete, so darf schon davon ausgegangen werden, dass ein gewisses Gewicht von den zuvor erwähnten der Österreicher gefallen ist. In den Spielminuten 9 und 14 hatte der 3,98-Meter-Sturm zweimal Chancen auf die Vorentscheidung. Diese fiel dann 2 Minuten später, als sich die beiden Sturm-Brüder Hölzl und Jantscher drei Gegenspieler vom Leib spielten und letztgenannter ideal auf den mittlerweile ins Loch gestarteten “Torminator” abspielte. Marc Janko hatte aus 3 Metern wenig bis gar keine Mühe zum 2:0 zu vollstrecken! Nun war die Partie entschieden und Österreich argierte dementsprechend - um es nobel auszudrücken - zurückhaltend. So blieb es bis zum Pausenpfiff bei zuvor genanntem Spielstand.

In den Minuten 45 bis 55 zeigten die A-Team-Kicker Fußball zum Abgewöhen, wobei zumeist Yasin Pehlivan Ausgangspunkt der katastrophalen Abspielfehler war. Der Schiedsricher schien inzwischen Mitleid mit den Gästen bekommen zu haben und so wollte er einen klaren Elfer nach Foul an Janko erst nicht verhängen, doch als noch in der selben Aktion Andreas Hölzl rücksichtslos niedergegrätscht wurde, musste er es dann tun - und tat es! Zum Strafstoß trat der von Constantini als Elferschütze bestimmte Marc Janko an und traff per Vollrist sicher zum 3:0. Bis zum Abpfiff wechseln sich spielerische Highlights und technische Katastrophen etwa im Einklang miteinander ab. Zu allem Überfluss kassierte man wenige Minuten vor Abpfiff sogar noch einen Gegentreffer vom eingewechselten Backenbart-Stürmer der Färinger.

Zuvor hatte sich Janko eine dumme Gelbe Karte eingefangen - er ist für das Rumänien-Match gesperrt. Die lockere Reaktion von Constantini - “Ich bin ihm überhaupt nicht böse. Das kann passieren!” - verriert jedoch, dass es geplant war Marc für das nächste Match zu sperren um davor gegen Frankreich von seinen Fähigkeiten profitieren zu können.

Artikel stammt vom: 6. September 2009



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