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Du bist was du triffst!

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 30 August 2009

Erheitender Blog unter dem Motto “Du bist was du triffst” - behandelt werden das 290. Wiener Derby und das Schützenfest der Bullen

“Du bist was du isst”, lautet eine althergebrachte Lebensweisheit. Dass diese zwar richtig sein mag, einem Fußballer jedoch wenig am Herzen liegen wird, kann allerdings auch nicht geleugnet werden. Viel eher ist einem offensiv Akteur der meinerseits kreiirte Spruch “Du bist was du triffst” eine Herzensangelegenheit. Nicht anders wird es übrigens auch deren Trainern ergehen.

Diese neu philosophierte Fußballerweisheit auf das Schützenfest der Salzburger gegen Kapfenberg angewandt ergibt folgende Bilanz:

Red Bull Salzburg wollte und brauchte eine trifftige Revanche für das CL-Out gegen Maccabi Haifa. Da kam mit dem zuletzt gebäutelten SV Kapfenberg ein Gegner, der den 10.800 in die Red Bull Arena gewanderten Fans gerade Recht. Nicht dabei war übrigens KSV-Trainer Werner Gregoritsch, der wegen einer Magenverstimmung (womit wir wieder bei “Du bist was du isst” wären) nicht seiner Beschäftigung nachgehen konnte. So nahm er statt auf der Trainerbank in seinem Sofa Platz und stellte anstatt seiner Spieler den Ton seines Fernsehers lauter. Ob Kapfenberg wirklich so harmlos argierte oder ob die gemeine Sky-Übertragung eine täuschend echt aussehende Illusion herbei führte, blieb ihm somit verborgen. Obwohl Salzburg die ersten 10 Minuten nach Belieben dominierte reichte es vorerst nicht zum ersehnten Tor. Aber da Stevens wie kaum ein anderer seines Fachs Wert auf die goldene “Du bist was du triffst”-Regel legt und diese ausgiebig trainieren lässt, ließ auch dieser Schönheitsfehler nicht lange auf sich warten. Bereits in Minute 11 wandelte Zickler das zuvor gelernte in die Tat um und erzielte das 1:0. Nur wenige Minütchen später erledigte Tchoyi - eigentlich mit der goldenen Regel nicht so gut vertraut -, was Janko im ganzen Spiel nicht gelingen sollte - Ein Tor! Das zweite für Salzburg. Bei Tor Nummer 3 durfte der Lehrmeister der mittlerweile oft vorgestellten Regel auch einmal mitwirken. Dass ihm die Nebenrolle als Vorbereiter bei Cziommers Tor genüge, nehme ich dem sympathischen Janko zwar ab, aber so langsam hätte er sich wohl doch auf die magischen 5 Worte besinnen sollen, so wie er dies unter “Co” tat. Dann reichte Salzburg ein etwas behäbigerer Spielaufbau um die “Kiste” im 13. Pflichtspiel unter Stevens zweitmals “sauber” zu halten und nebenbei auch noch ein 4. Tor (Neuzugang Pokrivac in seiner 6. (!) Bundeslia-Minute) zu erzielen. Reduziert man das Ergebnis auf den “Du bist was du triffst”-Merksatz, so darf man die Salzburger als “Sehr Gut” einstufen, während den Kapfenbergern durch das “Nicht Genügend” im nächsten Schuljahr wohl eine Ehrenrunde droht…

Selbige Regel auf das heutige 290. Wiener Derby angewandt, offenbart folgendes:

Daxbacher spricht von einem “verdienten Punkt”. Angesichts des Spielverlaufs etwa so nachvollziehbar wie Einsteins Relativitätstheorie. Doch per Reduzierung auf oben genannte Regel, hat Daxbacher Recht! Obwohl die Austria über weite Strecken Fußball zum Abgewöhnen geboten hat und sich dabei noch gut vorkam, gehen die 3 Punkte in Ordnung. Zum einen liegt dies an den “Rauchschwaden” die den Favoritnern die erste Möglichkeit zum Kombinieren und Jun die Chance zum 1:0 ermöglichten, des weiteren aber auch an der Effizienz der Austrianer und der mangelnden Klasse bei Grün-Weiß. Jedenfalls vermochten die klar - wenngleich man Rapid in dieser Saison bereits wesentlich stärker gesehen hat - dominierenden Rapidler gegen viel zu passive Austrianer trotz Chancenvielzahl nicht mit dem Führungstreffer zu agieren, sondern mussten sich vielmehr mühen, um nach dem 0:1-Rückstand erfolgreich zu reagieren. Ausführlich betrachtet war Rapid spielerisch weit mehr als eine Klasse besser als die technischen “Nullerln” von der Austria, aber mit der - eh schon wissen - sieht die Sache folgendermaßen aus. 1 Tor auf beiden Seiten (jenes der Rapidler erzielte übrigens Maierhofer) stehen nach einem mäßig attraktiven Fußballspiel zu Buche, wobei beiden Teams die Note “Gut” zu verleihen ist. Jenem der Austria folgt jedoch danach ein äußerst langes Minus…

Artikel stammt vom: 30. August 2009



Über Abschied und Neuanfang

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 30 August 2009

Blog über die zu erwartende Ablöse von Heinz Hochhauser durch Dietmar Beiersdorfer, den neuen starken Mann in der RBS-IV und die entscheidende Phase auf der Suche nach einem neuen Stürmer

Lange genug mussten meine Blog-Leser auf Beiträge verzichten, dafür gibt es nach meiner Urlaubs-Abstinenz gleich zwei innerhalb weniger Minuten. Ersterer - dieser - behandelt die Gesamtsituation im “Bullenstall”.

Eine “Gesamtsituation” ist ein gesamt und stellvertretend für jeden einzelnen Aspekt stehender Überblick über eine Situation. Im Falle RedBull Salzburg ist diese “Gesamtsituation” eine wenig befriedigende, wenngleich auch vielerlei Fortschritte erzielt wurden. Zum Beispiel steht der ins Kreuzfeuer sämtlicher Kritiken geratene Heinz Hochhauser vor der Ablöse. Dem Ex-Jugendchef der “Bullen” dürfte  mit Dietmar Beiersdorfer ein Gesicht folgen, dass HSV-Fans gleichsam wie Huub Stevens in wohlbekannter Erinnerung schweben sollte: Beiersdorfer führte bis vor einem Monat die sportliche Abteilung des Hamburger SV. Unter ihm kamen zahlreiche namenhafte Spieler sowie auch junge, hungrige Talente an die Hansestadt. Als seinen besten Transfer bezeichnete er nicht etwa einen Spieler sondern nannte “den Trainer und Menschen Huub Stevens” als seine Top-Verpflichtung. Nicht zuletzt deshalb dürfte einer Zusammenarbeit der beiden nichts im Wege stehen…

Während Hochhausers Ablöse noch hinter verschlossenen Türen steht, verlautbarte RB Salzburg auf deren Homepage redbulls.com heute die Verpflichtung des Ex-Austrianers Rabiu Afolabi. Afolabi war von 2003 bis 2005 bei den Favoritnern tätig und lieferte dort herrausragende Leistungen ab. Zuletzt war er beim französischen Erstligisten Sochaux Stamm- und Leistungsträger. Das IV-Duo Sekagya/Afolabi wird sicherlich ein sattelfestes und garantiert das beste im österreichischen Fußballgeschehen werden.

Mit dem 10 fachen Träger des Nigera Team-Dress hat man sich im defensiven Bereich bestens verstärkt. An vorderste Front fehlt jedoch weiterhin der gesuchte quirlige Stürmer. Ermin Zec ließ Red Bull Salzburg abblitzen, Pantelic sowie Smolarek waren zu teuer und diverse “gescoutete” Spieler erwiesen sich als untauglich. Mittlerweile dürfte sich bei RBS Verzweiflung breit gemacht haben, was sich Hochhauser zuletzt auch vermehrt anmerken ließ. Ich denke dennoch, dass morgen noch ein Transfer über die Bühne gehen wird und RedBull Salzburg endlich eine schlagfertige - hinten wie vorne - Truppe für die nahenden Aufgaben haben wird.

Artikel stammt vom: 31. August 2009

Ein Blick vor und hinter die Kullissen

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 26 August 2009

Dominik Seitlhubers voerst letzter (wegen meines 4-tägigen Aufenthalts in Bad Gastein wird es in diesem Zeitraum keine Blogs geben) Blog behandelt die Rückspiele in der EL-Quali und gewährt seinen Lesern einen Blick hinter die Kullissen

Seine Spieler “dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren” gab Peter Pacult die Devise aus, womit wir bereits beim ersten österreichischen Vertreter nämlich Rapid Wien angelangt wären. Diese haben mit Aston Villa zweifelsohne den schwersten - obwohl dieser dies im Hinspiel keinesfalls bewies - Gegner gezogen. Wie Krankl es in der ÖSTERREICH bereits ahnte - “Ich traue Rapid ein gutes Ergebnis zu. Im Hanappi können sie jeden Gegner schlagen!” -, so geschah es: Mit 1:0 fegte man die Engländer vom Platz und ließen dabei spielerisch ungeahnte Fähigkeiten aufblitzen. Bleibt zu hoffen, dass man nicht vor “Ehrfurcht erstarrt”, sondern den derzeit vorhanden Schwung mitnimmt und somit die für Österreich so wichtige Sensation schafft!

Womit wir sofort beim Erzrivalen aus Favoriten genauer gesagt bei Austria Wien angekommen sind. Diese haben nämlich mit Metallurg Donezk auch keinen leichten Gegner zugelost bekommen und standen dem Grün-Weißen Rivalen ebenfalls um wenig nach. Spielerisch war die Kost, die Austria ihren Fans servierte, zwar gewohnt mehr als dürftig doch in Punkto Effizienz macht ihnen so schnell keiner was vor. Ein 2:2 auswärts gegen Metallurg kann sich sehen lassen und macht Hoffnung - vor Allem dank der Rückkehr von Rubin Okotie - auf den Aufstieg.

Sturm Graz hat gegen Charkiw zwar Daheim nur 1:1 gespielt, dürfte aber trotzdem passable Chancen auf den Aufstieg haben. Charkiw ist eine Mannschaft deren Hauptaugenmerk auf die Defensive und möglichst gewinnbringende Konter spezialisiert ist. Auswärts hat Sturm weit weniger Druck als dies in der heimischen UPC-Arena der Fall ist und kann daher den Hausherren zumindest teilweise den Spielaufbau überlassen. Dass Charkiw dieser Bürde nicht gewachsen sein wird, ließen sie im Hinspiel bereits anklingen und nichts anderes ist auch am Donnerstag zu erwarten. Trotzdem darf sich Sturm nicht in Sicherheit wiegen und sollte vor der Halbzeit einen Treffer erzielen. Ansonsten könnte ihnen das Auswärtstor sprichwörtlich “auf den Kopf fallen”.

Artikel stammt vom: 26. August 2009

Das blaue Wunder von Tel Aviv

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 26 August 2009

Dominik Seitlhuber über das Fußball-Wunder der etwas anderen Art

Ein “Wunder von Tel Aviv” benötigte Österreichs amtierender Meister Red Bull Salzburg um den Aufstieg nach der bitteren 1:2-Heimniederlage im Hinspiel doch noch zu schaffen. Stevens wirkte nach diesem Resultat bereits leicht resignierend, hielt jedoch in einem hitzig geführten Interview mit dem ORF fest, dass seine Mannschaft “alles versuchen” müsse um doch noch in die Eliteliga aufzusteigen.

Nachdem Abwehrchef Ibrahim Sekagya bereits im Hinspiel verletzungsbedingt gefehlt hatte, konnte er auch diesmal nicht auflaufen - Grund war eine schmerzhafte Zehenverletzung. Statt ihm stand erstmals Barry Opdam in der Startelf, der gesperrte Augustinussen wurde von Jung-Talent Stefan Ilsanker würdig ersetzt. Stevens vertraute auf eine Solo-Spitze, konnte in  einem Interview jedoch nicht erkennen “,dass wir nur mit einem Stürmer spielen”, womit er ausdrücken wollte, dass neben Sturmtank Marc Janko auch Svento und Tchoyi für Druck sorgen sollten. Da vor allem vorletzt genannter auf der linken Seite dazu nicht im Stande war, blieb es jedoch beim 1-Mann-Sturm.

Dass dieser für die überraschend clever argierenden Israelis wenig Probleme darstelle lag auf der Hand und wurde über die gesamte erste Halbzeit demonstriert. Salzburgs Kreativabteilung (insofern überhaupt vorhanden) vermochte - mit Ausnahme einer Traumkombination, die Svento jedoch vergab -  nicht, sich torgefährliche Möglichkeiten zu erarbeiten und so kam es dass am Ende “die Null” stand.

Anders bei den effektiven Hausherren die aus 1 1/2 Torchancen 3 Tore machten: Das Abseitstor zum 1:0, der Weitschuss den Ilsanker unglücklich zum 2:0 abfälschte und das 3:0, das einem Foul an Opdam folgte, besiegelten den bitteren 0:3 Endstand. Einziges Trostpflaster bleibt der starke Auftritt von Debütant Ilsanker und die Hoffnung auf eine Leistungssteigerung in der Bundesliga bzw. Europa-League!

Artikel stammt vom: 26. August 2009

Hickersberger = Brückner = Constantini

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 25 August 2009

Blog über die Situation im AUT-Team

Der Pepi war ja bereits nicht der Größte: Auf Marc Janko und Stefan Maierhofer verzichtete er, stattdessen berief er mit Patocka einen fünften Innenverteidiger ein! Wenig besser setzte sich der “Leidensweg” des österreichischen Nationalteams fort als Fußball-Pensionist Karel Brückner an die Spitze der Delegation gehieft wurde. Dieser verzichtete beim Testspiel voerst auf Janko, nur um ihn 2 Tage später wieder einzuberufen. Nach der ersten Niederlage war die Motivation dann weg… Das Liebkind der Medien und Hauptstadtbewohner Dietmar Constantini übernahm daraufhin das Zepter über das AUT-Team. Doch auch er konnte das drohende “Out” in der WM-Quali nicht abwenden - Nein, er manövrierte das zu sinken drohende Schiff, sogar weiter in den sicheren Abgrund!

Wie es bereits zuvor der Fall gewesen ist, ließ Constantini bei seiner Kaderauswahl Anti-Populismus walten, wobei er genau wusste dass dieser Anti-Populismus beim Volk gut ankommen würde, was seine Handlung wiederum zum Populismus machte!  Anstatt Maierhofer endgültig aus dem Team-Kader zu verbannen, ließ er diesen weilen, und verzichtete stattdessen auf Prager [führt als offensiver Mittelfeldspieler mit 5 Toren nach ebenso vielen Runden die Schützenliste an - als OM, Anm.] und Ivanschitz [hält nach 3 Runden bei 3 Scorerpunkten, traf zuletzt gegen die Bayern, Anm.]. Die Entscheidung letzteren nicht einzuberufen begründete er mit der “mangelnden Fitness” des Deutschland-Legionär. Sonderbarerweise dürfte sein Trainer seine Fitness jedoch anders einstufen, hatte Ivanschitz doch gegen die Bayern 81 Minuten spielen können…

Auch bezüglich Spielpraxis wich Constantini von seiner Linie ab: Normalerweise stuft er sie als so wichtig ein, doch den Rapid-Spielern (welch Wunder) zu Liebe machte er da eine Ausnahme und berief Patocka und Trimmel (Kurzeinsätze) und den abgemeldeten Maierhofer in den Kader ein. Selbige Sonderbehandlung erhielten auch die Spieler der anderen Hauptstadtklubs und wurden trotz teils schlechter Leistungen in den Kader aufgenommen. Kein Wunder, immerhin ist laut Leo Windtner ein “gutes Image bei den Medien ein flankierendes Argument für eine Vertragsverlängerung Constantinis”. Und es ist ja altbekannt, dass die Grün-Weißen bei der Medienlandschaft hoch im Kurs stehen…

Artikel stammt vom: 26. August 2009

Wiener Festspiele

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 24 August 2009

Neben den Bregenzer- und den Salzburger Festspielen, durfte sich Österreich an diesem Wochende bereits zum dritten Male in diesem Jahr über Festspiele freuen - Austragungsort war die heilige Bühne von Wien Hütteldorf und die “Gruam” in Graz, doch die Haupt-Akteure waren in beiden Fällen Wiener.

Österreich machte seinem Ruf als Festspiel-Nation mal wieder alle Ehre. Nachdem die Alpenrepublik zu dieser Jahreszeit mit den Bregenzer- und den Salzburger Festspielen einige Festivitäten zu bieten hat, reihte sich am gestrigen Sonntag ein weiteres Festival in diese ehrwürdige Reihe ein: In Bregenz sind sportliche Festspiele seit des Konkursverfahren von Schwarz-Weiß Bregenz Vergangenheit, nach der 1:2-Pleite gegen Haifa sind Salzburgs Festtage getrübt, doch in Wien haben diese gerade erst begonnen!

Auf der einen Seite geigten die Hütteldorfer vor heimischen Publikum gegen Aston Villa (1:0) und Gestern auch gegen den LASK (4:1) groß auf. Diese guten Ergebnisse erfreuen im St. Hanappi - passend zu den Festspielen - JEDERMANN. Doch auch die verhassten Schauspieler vom Verteilerkreis machten in ihren orangenen Kostümen eine gute Figur, wobei der finale Akt über einen schläfrigen Beginn hinweg sehen ließ. Das Happy-End, das sich der Autor (Stefan Maierhofer nennt ihn den “Bärtigen da Oben”) ausgedacht hat, ließ die Herzen der nach Graz mitgereisten FAK-Fans höher schlagen. Das Auftreten der Grün-Weißen glich angesichts der Explosivität eher dem Frequency-Festival, das soeben in St. Pölten zu Ende ging, während die Austria eher an berieselnde Festspieltraditionen a la Bregenz erinnerte!

Artikel stammt vom: 24. August 2009

Spielbericht -> Wr. Neustadt vs. RB Salzburg

Geschrieben in Allgemein von skichallenge am 23 August 2009

Dominik Seitlhuber fasst ein äußerst interessantes Fußballspiel zusammen

Für die “Erste Allgemeine Verunsicherung” sorgte Salzburg-Coach Huub Stevens bereits vor dem Anpfiff: Mit Zickler und Nelisse ließ er die Männer seines Vertrauens auf dem Bänkchen weilen, während Goalgetter außer Dienst Marc Janko wieder von Beginn an ran durfte. Ob es am Vertrauen oder an der Tatsache, dass Zickler für das CL-Quali-Rückspiel geschohnt werden muss liegt, sei dahingestellt.

Die “Erste Allgemeine Verunsicherung” auf dem Spielfeld erlebte Salzburg, zugefügt durch den Kuljic-Ersatz Hannes Aigner. Dieser war nämlich nach Maßflanke von Grünwald zur Stelle und netzte in der 9. Minute zum 1:0 für die gastgebende Mannschaft ein. 3 Minuten später haben die Bullen nach einer Svento-Janko-Cziommer-Kombination die Riesenchance auf den Ausgleich. Letzterer stellt sein garantiert vorhandenes Schusstalent diesmal jedoch nicht unter Beweis und verzieht. Wenige Minuten später wartet Salzburg mit einer erneut sehenswerten Kombi auf, deren Ende diesmal Svento trägt. Dessen angedachte Flanke wird abgefälscht und landet an der linken Stange. Wiener Neustadt kann die Situation aber nicht bereinigen und serviert Leitgeb den Ball. Dieser schickt Cziommer geschickt in die Gasse. Doch Simons Schuss wird parriert und der Ball kurz vor Jankos Füßen geklärt. Der Goalgetter a.D. spielt heute eine klasse Partie und sorgt mehrmals für Gefahr - erstmals nach einem Corner in der 23. Minute. Wenige Minuten später wäre er aus Abseitsposition fast zum Tor gekommen. Nach etwa einer halben Stunde, rutscht Schiemer am extrem durchnässten Rasen aus und lässt Viana frei zum Schuss kommen, dieser verzieht jedoch.

In der 40. Minute kommt Tchoyi frei zum Ball, schlenzt den Ball ideal auf den frei stehenden Marc Janko. Dieser nimmt sich den Ball an und verwertet eiskalt zur ersten Versicherung der Salzburger. Im zweiten Durchgang sorgt erneut Janko für Gefahr, verzieht allerdings einmal und gleich wenige Sekunden später legt er perfekt zu Schwegler auf. Der Rechtsverteidiger trifft nur Alluminum! Stevens bringt Zickler und Vladavic und beide bringen Schwung (Zickler nach Tchoyi-Hereingabe nur knapp am Tor vorbei, Vladavic mit Hammer aus 20 Metern den Fornezzi gerade noch parrieren kann). Schließlich kommt mit Nelisse sogar noch ein dritter Stürmer, der aber unauffällig bleibt. Allgemein tun sich die Bullen nun schwerer und wirken leicht ausgelaugt - kein Wunder angesichts der “englischen Wochen” - und lassen Torchancen auf der Gegenseite zu. Die nennenswerteste hat Hannes Aigner. Als sich dieser schon über den Treffer freuen wollte, schraubte sich der erneut überragende Eddie Gustafsson noch einmal in die Höhe und vereitelte das Vorhaben des MAGNA-Stürmers.

Fazit: Es blieb beim 1:1. Salzburg heute ungewohnt offensiv und kreativ agierend, Wiener Neustadt in der zweiten Hälfte nur reagierend. Dem Spielverlauf entsprechend schmeichelt Neustadt dieses Ergebnis enorm, angesichts der Abschlussschwäche der Bullen geht das Ergebnis aber in Ordnung. (Artikel stammt vom: 23. August 2009)

Die Lust nach dem schier und Unmöglichem

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 22 August 2009

“Die Lust nach dem schier Unmöglichem” so titulierte bereits “derStandard” mit Bezug auf das Sprint-Wunder Usain Bolt. Eben diesen Titel habe ich für meinen Blog gewählt, nur dass meiner - im Gegensatz zum Standard - nicht das Thema Doping behandelt, sondern sich vielmehr auf die Wissenschaftler und der willkürliche Spekulationen bezieht.

“9,7, schneller geht nie und nimmer!”, waren sich hochrangige Wissenschaftler vor Jahren sicher. Und nach den 9,69 in Peking wurden 9,6 Sekunden als unterstes Limit genannt. Zum wiederholten Male strafte der Jamaikaner diejenigen, die den Allwissenden leugnen und die Allwissenheit beanspruchen, Lügen. Mit 9,58 versetzte er die Maßstäbe und die Wissenschaftler ins Staunen. Doch als diese Phase der Demut überwunden war, gab es erneut Wissenschaftler, die durch neue Methoden herausgefunden haben wollen, dass Zeiten unter 9,54 keinesfalls möglich sein werden. Einen Tag später offenbarte ein weiterer Szenenkundiger, dass Zeiten bis zu tiefen 9,4er drin sind. Da kommt doch die Frage auf: Die Wissenschaft beansprucht die Allwissenheit und gibt an “die Dinge auf logische und garantiert unfehlbare Weise zu erklären und zu definieren”, doch von diesen Vorsätzen und Aussprüchen ist sooft wenig zu sehen. Die Wissenschaft sollte sich damit zufrieden geben was sie bisher zustande brachte, aber sie sollte sich aus Metiers - Religion, Leichtathletik, … - in denen sie bisher ausschließlich versagte fernhalten.

Artikel stammt vom: 22. August 2009

(Grün-)Weißes Ballett, Die Mil(l)e 11 und der Oide Foda

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 21 August 2009

Dominik Seitlhuber fasst einen Freudentag für Österreichs Fußball zusammen

Ach wie gerne wird doch über den österreichischen Fußball geschimpft. Und ach wie gerne wird nur die englische Liga als die Beste der Welt bezeichnet.  Und ach so überraschend wie es die Medien die starken Leistungen am gestrigen Fußball-Abend sahen, waren sie auch nicht. Wobei ich zugeben muss, dass ich mir zwar erwartet habe, dass Rapid gegen Aston Villa bestehen kann, nur dachte ich dass sie über den Kampf und überharte Aktionen ins Spiel kommen werden. Obwohl die Kampfbereitschaft natürlich wie immer vorhanden war, gab diesesmal vielmehr die spielerische Raffinesse die Rapid an den Tag legte, den Ausschlag. Man dominierte Ball und Gegner über weite Strecken und ließ dem englischen Premier-Ligisten zu keiner 100%igen Torchancen kommen. Schlussendlich geht der Sieg in Ordnung, ob die Chancen auf den Aufstieg vorhanden sind, bleibt dem Auge des Betrachters überlassen!

Die anderen Wiener gastierten in Donezk und mussten dort gegen Shaktjars Lokalrivalen Metalurg ran. Diese ließen es zu Beginn gemächlich angehen und überließen der Austria das Spielgeschehen. Ziemlich früh kommt Milenko Acimovic zu einer idealen Freistoßposition. Diese Chance lässt sich der slowenische Nationalspieler nicht nehmen und verwertet in seiner Paradedisziplin mit einem nahe des Kreuzecks angetragenen Schuss zum 1:0 für die Favoritner. Unter Stronach wurde die Austria als die Mille-Elf bezeichnet, seit Daxbacher ist es eine Mile-Elf. Die Führung währte nicht lange, denn bereits vor dem Pausenpfiff glichen die favorisierten Gäste aus. In den zweiten 45 Minuten stellte die Austria jedlichen Spielbetrieb ein. Die einzige nennenswerte Strafraumszene im zweiten Durchgang verwertete jedoch Mamadou Diabang eiskalt - 2:1! Doch Metalurg steckte nicht auf und wurde immer gefährlicher. Als schließlich der Torschütze “Momo” Diabang auch noch wegen Gelb-Rot (Foul und Ballwegschießen) sah, kippte das Spiel endgültig. Bis zum Schlusspfiff fighteten die Hausherren für den Ausgleich und wurden in der 2. Minute der 240 sekündigen Nachspielzeit belohnt. Danach drückten sie sogar noch auf ein 3:2 dieses gelang ihnen allerdings nicht mehr. Trotz der 2 Auswärtstore ist mein Favorit für das Rückspiel Metalurg Donezk.

Sturm Graz hatte auch so seine liebe Müh mit Charkiw, obwohl die Gäste erst nach 20 Minuten erstmals gefährlich wurden, doch auch von Sturm war bis dahin wenig zu sehen. Nach etwa 30 gespielten Minuten setzt sich Muratovic im Mittelfeld durch und spielt den idealen Pass auf den in Stellung gelaufenen Beichler. Dieser kommt zum Ball, umkurvt den Keeper und netzt zum 1:0 ein. Sturm spielt äußerst minimalistisch und wird in der zweiten Hälfte bestraft: Ein Charkiw-Stürmer wird in Szene gesetzt, umkurvt ebenso wie Beichler den Goalie und netzt ebenso souverän ein - 1:1! Doch der Treffer hätte nicht zählen dürfen: Bei der Ballabgabe befand sich der Stürmer um Zentimeter im Abseits! Nun macht Charkiw Druck und kommt noch zu einigen Halb-Chancen, die jedoch allesamt nicht genutzt werden. Von Sturm ist bis zu einem Buckva-Corner der Hasslers Kopf findet nichts zu sehen, doch auch die zuvor angesprochene Chance brachte nichts ein. Trotz des Gegentreffers rechne ich Sturm die höchsten Aufstiegschancen zu.

Auf dem Boden der Realität - Voerst?!

Geschrieben in Abseits der SC von skichallenge am 20 August 2009

Dominik Seitlhuber über Salzburgs Euro-Cup-Auftritt gegen Maccabi Haifa

Von rapidnahen Medienbetrieben, rapidnahen “Experten” und rapidnahen Privatpersonen wurde Salzburg als klarer Favorit eingestuft, es wurden Beispiele aufgeführt wie schwach Maccabi Haifa nicht sei, doch schließlich kam es ganz anders… Die ÖSTERREICH prognostizierte einen Vorteil für die Salzburger - allen voran Hans Krankl: “Salzburg ist für mich klarer Favorit! Sie müssen ordentlich vorlegen und gegen Haifa gewinnen. Maccabi war der leichteste Gegner, den sie ziehen konnten!”, so die Rapid-Legende im Wortlaut. Klar natürlich, dass dies nicht etwa sein Wunsch oder seine Überzeugung war, sondern er vielmehr den Bullen Druck geben bzw. sicherstellen wollte, dass er den FC Salzburg bei einem Scheitern in seinem nächsten Kommentar so richtig zerreißen kann. Doch nun zum Sportlichen:

Vor 24000 Salzburgern und einigen mitgereisten fanatischen Israelis entwickelte sich das mit Spannung erwartete CL-PlayOff zwischen Österreichs und Israels Meister entgegen aller Erwartungen. Die zu Unrecht als verspielt verschrienen Israelis argierten konträhr zu den Prognosen der Medien, jedoch genau parallel zu den Einschätzungen des Salzburg-Trainers Stevens. Wie er es prophezeit hatte waren die Israelis eine “kompakte Mannschaft”, die keineswegs ein Glückslos war. Der FC Salzburg - Sponsornamen sind von der UEFA nicht gestattet - unterschätzte den Gegner nicht, was ORF-Interviewer Boris Jirka jedoch nicht wahr haben wollte und Huub Stevens nach dem Spiel - mit Verlaub - blöde Fragen stellte. Link zum Interview:

http://www.youtube.com/watch?v=E0meKCuESD4

Doch bevor er dieses erfrischend ehrliche Statement abgeben konnte, musste er erst 90 Minuten Nervenflattern über sich ergehen lassen. Bei den Salzburgern schienen zwar 2 Sturmspitzen - Nelisse & Zickler - auf, zur Überraschung vieler war Marc Janko - wegen ihm weilte ein AC-Milan-Scout in der Arena - nicht darunter. Nach 8 Minuten musste dieser mitansehen, dass Christoph Leitgebs Freistoß erst für den Torhüter keinerlei Probleme darstellt und wenig später die Gäste durch einen gut angetragenen Kopfball gefährlich wurden - Gustafsson rettet in höchster Not! In der 22. Minute folgte einem beinahe identisch vorgetragenem Angriff der Gäste das bittere Gegentor. Bis zum Pausenpfiff war Haifa drückend überlegen und Salzburg quasi nicht vorhanden.

Mit dem Wiederanpfiff verbesserte sich das Auftreten der Bullen, wenngleich Chancen ihrerseits weiterhin rar blieben und auf der Gegenseite zumindest noch teilweise vorhanden waren. In der 57. schlägt Gustafsson schließlich den Ball ideal auf Nelisses Hinterkopf, wovon aus er direkt vor dem herangrätschenden Zickler landet. Dieser nutzt seine gesamte Routine und bringt mit dem 1:1-Ausgleich die Bullen zurück ins Geschäft. Nun folgt eine Drangperiode der Bullen - mittlerweile ist Marc Janko als Solo-Spitze im Spiel -, wobei man Haifa zwar vom eigenen Tor fern hält, vorne allerdings wenig zwingend bleibt. Trotzdem war es doch sehr verwunderlich als es in Minute 85 plötzlich 1:2 stand - die schwache Verteidigung sah abermals nicht gut aus!

Die letzten Minuten verteidigten die Gäste das Ergebnis souverän und haben nun eine ideale Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag. Nach dem “Wunder von Zagreb” darf man meiner Meinung nach Salzburg jedoch noch lange nicht abschreiben…

Artikel stammt vom: 20. August 2009

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